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Negura Bunget - N'Crugu
Bradului (CD, Code666)
Dunkle, endlose Wälder, junge
zornige Männer und die Konfrontation mit dem Christentum - mehr braucht
der Black Metal nicht als Nahrungsgrundlage. Logischerweise sollte es
also nicht nur in Skandinavien Bands dieses Genres geben, sondern auch
in den von der westlichen Zivilisation nur zart gestreiften wilden Balkanländern.
So kriechen denn Negura Bunget, eingehüllt in weite Schafsfellmäntel aus
der Dunkelheit der transsylvanischen Nächte an das Licht der Öffentlichkeit.
Mit "N'Crugu Bradului" veröffentlichen die drei Rumänen ihr erstes Album
europaweit, obwohl sie schon den einen oder anderen Tonträger vorweisen
können. Gelungen ist das durch die Zusammenarbeit mit dem italienischen
Label Code666, von dem sicher noch einiges im Zusammenhang mit innovativem
Metal zu hören sein wird.
Die vier Stücke der Platte sind einfach durchnummeriert und alle kurz
vor der Grenze zum 15-Minuten-Epos. Inhaltlich geht es um den Wechsel
der Jahreszeiten und um die Entdeckung "transsylvanischer Spirualität",
was immer das auch sein mag. Titel 1 bietet die für diese Musikart typischen
singend-sägenden Gitarren, z.T. höllisch schnelle Drums und einen kreischenden
Vokalkünstler, der zwar sicher rumänisch singt, aber auch in tschechisch,
norwegisch oder deutsch intonieren könnte - zu verstehen ist der Text
soundso nicht. Stück zwei kommt wesentlich abwechslungsreicher daher:
häufige Tempowechsel, akustische Gitarren, klarer Gesang und weite Keyboardflächen
lockern das Klangbild auf. Insgesamt ergibt sich ein fast folkloristischer
Eindruck, der sich gegen Ende des Stückes jedoch wieder im Gemetzel verliert.
Bei Track 3 treten die Keyboards etwas mehr in den Vordergrund und im
Mittelteil ist gar eine Panflöte zu hören, an der Grundaussage: "It's
Black Metal, Baby!" ändert das aber nichts. Das abschließende Liedlein
braucht ganze vier Minuten, um in die Gänge zu kommen, bildet letztendlich
doch in Punkto Atmosphäre und Vampirfaktor einen heroischen Abschluss
des vorliegenden Werkes.
Wer Bands wie Dimmu Borgir oder Cradle Of Filth mag und nicht unbedingt
auf deren Pathos angewiesen ist, der macht mit dem Rumänenmetal nichts
falsch. Im Gegenteil: In ein paar Jahren haben Negura Bunget den genannten
Bands vielleicht sogar den Rang abgelaufen, da sie wesentlich ehrlicher
daherkommen. Nicht zu vergessen: Der Vampirfaktor! Varg Vikernes wird's
mit Schrecken hören. Aus der Traum vom Endsieg der Wikinger… PS: Für den
Endverbraucher bleibt zu hoffen, dass die CD mit den gleichen tollen Gadgets
ausgeliefert wird, wie die zu Promozwecken (Bilder, ein Video, Historie
etc.)
Titel:
Wie gesagt I, II, II, IIII ;-)
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