|
Du begleitest Stoefi von ATROX live, hast mit ihm Boleskine "The Lady of Shalott" sowie die Tiroler Horn Section "Almdudler" aufgenommen. Man könnte also fast annehmen, dass Ihr Euch wirklich mögt. Wie habt Ihr Euch kennen gelernt und wie gestaltet sich Eure Zusammenarbeit? Ich hab den Stöfi eigentlich übers Internet kennengelernt, als ich einige Tonträger von ihm bestellt hatte. Wir haben daraufhin einige Mails ausgetauscht. Persönlich kennengelernt haben wir uns allerdings erst auf einem Industrial-Festival in Holland, nachdem ich Atrox schon ein paar mal live gesehen habe. Wir hatten uns auf Anhieb blendend verstanden und sind, so möchte ich sagen, ziemlich gute Freunde geworden. Nach einem weiteren Treffen, diesmal in den Atacama Studios, haben wir uns entschlossen, einfach mal ein wenig Musik zu machen. So entstanden die Projekte Boleskine und The Tiroler Horn Section.
Ich hab schon vor ca. 10 Jahren versucht, Musik zu machen. Damals aber nicht sehr konsequent, zielstrebig oder gar erfolgreich. Die ersten musikalischen Ausgüsse, waren irgendwelche Technostücke, die nicht besonders gut gelungen waren, da auch die technische Ausrüstung fehlte. Die Vision selbst Musik zu machen, hatte ich allerdings schon im Alter von 10 Jahren. Jetzt hab ich den Spaß, die Ausdauer und auch das Equipment um das zu realisieren. Wie können wir uns Deinen Schaffensprozess vorstellen? Wir unterscheidet sich die Arbeitsweise solo und im Team? Mein Schaffensprozess... Mmmhhh... Ich hab eine Vorstellung im Kopf, wie der Track in den Grundzügen aussehen soll. Dann wird sich hingesetzt und ausprobiert. Viele Sachen entstehen nur dadurch und oft hat man was komplett anderes, als man es sich eigentlich vorgestellt hat. Jeder von uns beiden macht einige Tracks allein. Die werden dann zusammen angehört und ggf. verbessert. Wir machen eigentlich alles mit dem Computer. Dank einiger guter Programme, hört man heut fast keinen Unterschied mehr zu Synthies. Es ist halt alles etwas zeitraubender. Für die Projekte Boleskine und die Horn Section wird ausschließlich Hardware (Synthies, Sampler & Effektgeräte) verwendet, weil für den Stöfi kein Computer in Frage kommt. Jeder darf seine Ideen einbringen und wenn sich alles gut anhört, wird daraus ein Lied gemacht. "
|
|