Verbrechen WirtschaftWir Deutschen sind dafür
bekannt, Ordnung und Sauberkeit zu lieben. Außerhalb unseres Landes
werden wir wahrgenommen Dank unserer Fußballnationalmannschaft,
die zwar keinen großartigen Fußball spielt aber immer vorne
mitmischt und durch all die Produkte "Made in Germany", schließlich
sind wir ja "Exportweltmeister". Doch gerade unsere einzigartig
erfolgreiche Wirtschaft ist nicht nur ein Hort von Ordnung und Sauberkeit.
Wie sagte schon Karl Marx so richtig: "Mit
entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und
man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent,
positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze
unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen,
das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens." Es
müssen nicht immer gleich 300 Prozent sein und dennoch gibt es genügend
Beispiele dafür, dass die Wirtschaft - hier mal synonym für
das Kapital ebenso wie für einzelne Akteure verwendet - Illegales
tut, um den Profit zu steigern. Diesen Machenschaften auf den Grund zu
gehen, sollte eigentlich Aufgabe von Polizei, Gerichten und Medien sein.
Doch leider gilt auch hier, was die Erste Allgemeine Verunsicherung so
treffend formulierte: "I sitz auf meiner Pritsch'n
und dressier a Assel; und denk an Onkel Edi, des alte Whiskey-Faßl.
Er war Bürgermaster, da Edi kennt si aus. Burli', hat er immer
g'sagt, Verbrechen zahlt sich aus! Zum Beispiel in der Politik:
A klane Korruption; das Schlimmste, was da do passiert, ist die Frühpension!'
(aus "Küss die Hand Herr Kerkermeister"). Oder wie der
Volksmund es ausdrückt: Die Kleinen hängt man, die Großen
lässt man laufen." Gründe dafür gibt es viele: "Spezi"-Wirtschaft
oder Klüngel, wirtschaftliche Abhängigkeit oder einfach Erpressung
- und die, die eigentlich aktiv werden sollten, halten die Füße
still und tun gar nichts. Was soll unsereiner da tun, wo wir doch alle
kleine Lichter sind und eh nichts dran ändern können? |
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