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benadDicted - The
Demos (2CD-R, Aux recording)
Welche Aufgabe stellt den
Kritiker vor höhere Anforderungen, als die Bewertung der Elaborate
befreundeter Musiker. Um wie viel schwerer ist es, einen Tonträger
einzuschätzen, wenn man den kreativen Geist dahinter, den Schöpfer
des Werkes persönlich kennt und schon zu manch feierlichen Anlass
das eine oder andere Glas hochgeistiger Getränke miteinander geleert
und auch sonst schon manches gemeinsame Abenteuer miteinander durchgestanden
hat? Soll man den Freund in die Höhe heben oder ganz vorbehaltlos
und eher zu streng als wohlwollend das kritische Auge auf sein Schaffen
werfen? Das Leben kennt wirklich wenig Gnade, hat man sich einmal dafür
entschieden, eine Szeneinstitution für die Begutachtung schräge
Klänge zu werden ;-), denn dann stellt sich diese Frage öfter
als das einem lieb sein kann und man ist schnell ein sehr einsamer Mensch.
Nun geht es hier aber nicht darum, Euch die Ohren vollzuheulen, sondern
einzig darum, einen musikalischen Output zu rezensieren, was hiermit geschehen
soll.
Zuförderst sei vielleicht erwähnt, dass die Titel auf der vorliegenden
Doppel-CD-R in einem Zeitraum von drei Jahren entstanden sind und somit
sowohl "erste Gehversuche", wie auch spätere, reifere Werke
enthalten. Der Sound ist durchweg elektronisch und in einer Kombination
von einfachen Rhythmusgeräten und Software geschaffen wurden. Kein
Wunder also, dass die Stücke alle beatbetont sind und zusätzliche
Instrumente meist gesampelt wurden, so beim Christian Death Cover. Allgemein
spielen Samples eine wesentliche Rolle bei benadDicted, der ein Händchen
dafür hat, besonders skurrile Sprachfetzen aus allen möglichen
und unmöglichen Quellen zu generieren. Höhepunkt ist hier eindeutig
"Ke Bedde", der schmerzhaft sächsische O-Ton einer nächtlichen
Filmaktion.
Die Musik selbst ist, wenn auch unterhaltsam und abwechslungsreich, nicht
so ganz mein Geschmack. Das meiste ist eher recht simpel gestrickt und
aufgrund der klaren Sounds eher popkompatibel. Als einziger "echter"
Song bleibt nur "Atlantis" im Ohr haften (neben dem Holy Orange-Cover
"Morella"), die restlichen Stücke sind aufgrund ihrer Rohheit
wohl eher clubtauglich, geeignet zum Tanzen, nicht aber zum Mitsingen
oder Schwelgen. Der Ausdruck "cool" in seinen vielen Facetten
trifft das hier zu Hörende wohl am besten. An der Unvergänglichkeit
seiner Werke muss benadDicted noch ein wenig arbeiten, Potential besitzt
er aber unbestreitbar. Beste Entwicklungschancen sollten sich aus der
Zusammenarbeit mit anderen Musikern und der daraus entstehenden Bereicherung
ergeben, wie bereits bei Auxociety
geschehen.
Titel:
CD1
1. Der Affe
2. Necroist
3. Play With Me
4. Deathwish [Christian Death-Cover]
5. Atlantis
6. Morella [Holy Orange-Cover]
7. Karamba
8. Dogfeeding
9. Earth3
10. Dead Planet
11. Undead
12. Hexnvibe
13. Der Hund
14. Duckf***
15. Buy The Secret
16. Wooduuu
17. Cosmic Thunder
18. Thrid Nightmare
CD2
1. Addictive Cares (XPRTS RMX) [Remix of "Worn Out Cases" by
Expretus]
2. Atlantis (V1)
3. Deathwish (V1) [Christian Death-Cover]
4. August Trance F*****s [Music by Trance To The Sun, Vox by Rozz Williams]
5. Sophtcore
6. Deutsche Geschichte
7. Cowboytronic
8. Ich bin der ich bin
9. Head/Wings
10. Ke Bedde
11. Licht aus
12. Die Katze
13. Frosch-Mann
14. Reinkommen
15. Der Fluch
16. Breath[e]
17. Calimwards
18. Digger
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