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d.b.p.i.t. / XxeNa
- Aliern Symbiosis (CD-R,
lim. 100, Deserted Factory)
Der
bekannte postindutrielle Trompeter ist zwar sicher nicht ganz so bekannt,
wie er das als Musiker gern wäre aber die Freunde einschlägiger
elektroakustischer Klangreisen können mit dem Namen etwas anfangen,
ebenso wie mit der Abkürzung d.b.p.i.t. Hinter dem Projektnamen steckt
der Italiener Flavio Rivabella, seines Zeichens auch Mitstreiter bei Mushroom
Patience. Seit 2002 hat der post-industrielle Trompeter - glaubt man seiner
Website - 16 Solo-Veröffentlichungen zu verantworten, die vorliegende
CD-R ist die siebzehnte. Hinzu kommen Compilations- und andere Beiträge.
Es ist also durchaus angebracht von Rivabella als einem sehr umtriebigen
Musiker zu sprechen.
Für "Alien Symbiosis" hat sich der Musiker die Malerin,
Video- und Grafikdesignerin XxeNa
ins Boot geholt, die sich laut beiliegender Information erstmals an der
Kunst der Klanggestaltung versucht. Doch auch für Rivabella war die
Entstehung dieses Tonträgers eine Herausforderung: Da er einige Zeit
abseits der Heimat verbrachte, musste der Klangtüftler mit einem
alten Laptop vorlieb nehmen, als Basissounds fungierten die Geräusche
aus der unmittelbaren Umgebung, die aufgenommen und bearbeitet wurden:
Küchengeräte, Perlen im Glas, die Toilettenspülung, Spielzeuge
und so weiter und so fort.
Herausgekommen ist bei diesem Experiment eine sehr schräge Kollage,
die kaum irgendwelchen Regeln oder Klischees folgt. Die meiste Zeit lässt
sich der Sound als Ambient klassifizieren, ohne irgendwelche Attribute
wie "dark" oder "techno". Umgebungsgeräusche,
die zu einem immer fließenden, mehr oder weniger harmonischen Strom
an Klängen verwebt werden und über denen gelegentlich eine simple
Melodie liegt. Im letzten Stück "Multiple Chemical Sensivity"
geht es dann noch mal etwas heftiger zu, hier muss die Kategorie "Noise"
zur Beschreibung bemüht werden. Allen Tracks gemein ist, dass es
kaum möglich ist, ein klares Ziel auszumachen - "Alien Symbiosis"
ist keine "Gebrauchsmusik". Weder eignet sich die CD zum Tanzen,
noch zum entspannten "Chillen". Wie eingangs erwähnt handelt
es sich eher um eine Klangreise mit ständig wechselnder Umgebung,
ein experimentelles Stück Musik, das den einen Hörer langweilt,
den anderen nervt und dem Dritten als Inspiration dient, Bilder an seinem
inneren Auge vorbeiziehen zu lassen. "Alien Symbiosis" ist recht
sperrig und das ist auch gut so. Schließlich gibt es schon mehr
als genug gefällige und berechenbare Klangelaborate.
Titel:
1. Alien Symbiosis
2. Out Of Body Experience
3. Qu'nos Gham Va Wa'jontà Bah
4. Multiple Chemical Sensivity
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