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The
Deep Eynde - Suicide Drive (CD,
Apollyon Records)
Death
rocks! So oder ähnlich ließe sich die Musik von The Deep Eynde beschreiben.
Nicht, dass die Kalifornier Death Rock machen würden, im Gegenteil. The
Deep Eynde wandeln auf den Spuren der Misfits und von The Damned (die
sie auch covern). Wer die Musik von Glen Danzig und Co. aber auch die
Ramones liebt, der ist hier gut aufgehoben. Leicht surfiger Rock'n'roll
mit Gruselattitude. Ideale Halloween-Mucke. Lange Fahrten im altersschwachen
Straßenkreuzer über nachtschwarzen Asphalt, vom Wind über die Fahrbahn
gewehtes entwurzeltes Gestrüpp. Zigarettenqualm und die Jagd nach dem
ultimativen Kick. Bilder aus amerikanischen Roadmovies tauchen im Kopf
auf, nur um im Nebel des Alkoholrausches wieder zu verschwinden.
The Deep
Eynde machen keine typische Düstermucke, dafür sind sie viel zu stark
im klassischen Rock'n'roll verwurzelt. Trotz aller Dunkelheit im Sound
der zwei plus zwei Amis (laut Booklet scheinen nur the Fly & Fate Fatal
zur Stammbesetzung zu gehören, eingespielt wurde das Ganze unter Mithilfe
von Tim Morbid, Hal Satan) strotzt "Suicide Drive" nur so von Energie.
In klassischer Besetzung Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang eingespielt,
gesprenkelt mit Bläsern und anderem Beiwerk entstehen kleine Trash-Meisterwerke.
Egal ob Midtempo oder Abgeher, alle Stücke lassen mit Leichtigkeit die
magische Dreieinhalb-Minutengrenze hinter sich, ohne zu langweilen. Absoluter
Oberhammer ist das ultradüstere und über zwölf Minuten lange Gemeinschaftswerk
mit Gitane Demone "Alone Again".
Mit "Suicide Drive" präsentiert Apollyon eine Zusammenstellung von aktuellem
Material der Kalifornier und sechs raren B-Seiten, die niemals zuvor auf
einem Tonträger erhältlich waren, darunter auch erwähntes Stück mit Gitane
Demone vom Rozz Williams-Tribute-Album "December 31st, 1334. Eine Sammlung,
die sich lohnt für Freunde schweißtreibender Musik mit Kotletten und Lederjacke.
"Hey hey! mey mey! Rock'n'roll will never die" würde Neil Young sagen
und da hat er Recht. The Deep Eynde wissen, was abgeht. .
Titel:
1. Dead Alive 2. Transformation
3. 13th Floor 4. Red Necklace 5. Superstition 6. Ignite 7. Sandman 8.
Invasion 9. Swingtime 10. Deep Dark Secret 11. Alone Again (feat. Gitane
Demone) 12. hidden track
+ Video "Dead Alive"
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