| Eötvos +++ Latent - Active - Descent | ||
Zilverhill - Eötvos (CD, Adeptsound)Eötvös ist das Erstligswerk
des australischen Anbient-Projektes Zilverhill. Die CD besorgte ich mir
bei Ebay, nachdem mich das zweite Album "Latent - Active - Descent"
begeisterte. Eine Anschaffung, die sich definitiv gelohnt hat! Titel:
Zilverhill - Latent - Active - Descent (CD, Adeptsound)Zilverhill aka "Schuster
and present day buna" legen mit "Latent - Active - Descent"
ihre zweite Veröffentlichung vor. Die beiden Australier bewegen sich
am Rande des Dark Ambient-Genres, denn ihre Musik ist nicht allzu schnell,
sehr düster und vorrangig elektronisch. Doch Zilverhill mischen die
typischen Klanglandschaften mit allerlei Zutaten aus dem Klanglabor. Da
sind Samples, Fieldrecordings, Noise-Sprengsel und industrielle Sounds
sowie rituelle Rhythmen. Das Besondere daran, ist vor allem die ungewöhnliche
Kombination. Schon der zweite Titel "Unceasing" erzeugt eine
extrem dunkle Atmosphäre, die beim Hörer regelrecht Beklemmung
hervorruft. Dazu dürften auch die Schmerzenlaute beitragen. Bei "Sixteen
Provinces" ist es ein Gerät, das ich noch aus meiner Kindheit
kenne, dessen Namen mir aber entfallen ist - eine kleine Spieldose zum
Drehen, die sanfte Blings von sich gibt - die dem Stück seinen besonderen
Charakter verleiht. Die Reihe der Beispiele ließe sich fortsetzen,
doch der Hörer sollte den Zilverhill-Klangkosmos unbedingt selbst
erkunden. Für die künstlerich Interessierte sei erwähnt,
dass die Australier sich als durch Lewis
Carroll ["Looking Glass"] und die Bilder August
Natterers ["Axle Of The World. White Rabbit", "Uncertainty
Of Good Fortune"] inspiriert verorten. Alle anderen nehmen das Werk
vielleicht als Ansporn, sich mit diesen Künstler zu beschäftigen.
Ein Wort noch zum äußeren Erschienungsbild, denn das ist im Zusammenhang mit dem Genre eher etwas ungewöhnlich. Persönlich kann ich mit den gelben "Strichcodes" nicht allzu viel anfangen, in Summe ist es aber besser, diese Optik zu bedienen als die 10.000 Variation von Mord, Krieg und Wahnsinn aufs Cover zu bringen. Hätte ich die CD allerdings in einem großen Stapel unter vielen anderen gesehen, ohne die Musik zu kennen, so wäre sie sicher liegen geblieben. So ist das nun mal mit unseren Beschränkungen - oft entgehen uns dadurch gute Dinge PS:
|
||