![]() |
|
|
frequently asked questions
Wer oder was ist der club|debil? more Wir sind ein kleiner Freundeskreis,
der gemeinsam Partys und Konzerte veranstaltet, wobei ein Großteil
der "Organisationsarbeit" von mir (disorder) kommt. Ich
entscheide meist, welche Bands bei uns spielen und wann wir wo was machen.
Ich bin sozusagen der debile Diktator. Über Vorschläge aus unseren
Reihen aber auch von anderen freue ich mich natürlich immer.
Wenn Du jetzt von mir einen dezidierten Plan erwartest, mit dessen Hilfe wir bis 2012 die Weltherrschaft übernehmen, dann muss ich dich leider enttäuschen. Der Anspruch auf die Weltherrschaft ist wie alles im club|debil ironisch zu verstehen. Wir sind weder eine Militärmacht noch eine philosophisch fundierte Sekte, wir sind einfach nur "a bunch of people", ein "Freundeskreis" oder wie auch immer Du es nennen willst. Was können wir schon bewegen? Dass wir fast immer in Schwarz rumlaufen und Armeeklamotten mögen, schreckt viele Leute ab, "but we don't care!" Es muss aber niemand Angst haben, dass wir morgen schwer bewaffnet vor seiner Tür stehen. Wir sind bis zur Grenze des Unerträglichen hin friedlich.
Vorrangig ist richtig. Wir
organisieren auch Partys, die mehr oder weniger gut die so genannte "Schwarze
Szene" bedienen. Sachen wie "Black Christmas" oder "Le
Chateau Noir"; Partys, die versuchen, verschiedene Strömungen
in der Szene unter einen Hut zu bringen. Im Bereich dieser Szene verfügt
der club|debil über ein gut funktionierendes regionales Netzwerk.
Kultur ist ein ausdeutbarer Begriff. Wie definiert der club|debil Kultur? Richtig, Kultur ist ein weit ausdeutbarer Begriff. Insofern werden wir jetzt keinerlei limitierende Definitionen formulieren. Zudem ist der Anspruch des club|debil der einer Light Kultur, also einer kalorienreduzierten Kultur, was auch immer man sich darunter vorstellt.
Nein, natürlich nicht.
Ein Grundsatz des club|debil besteht genau darin, Platz für
alle zu bieten, die sich nicht erklären wollen und können, weil
sie einfach verunsichert sind. Das "Debile" an uns, unsere Beschränktheit,
empfinden wir in unserer reizüberfluteten Gegenwart eher als Gewinn
denn als Verlust. Unser Sinnspruch "Vielfalt
durch Einfalt" bringt es eigentlich ganz gut auf den Punkt:
Viele "einfältige" Menschen erzeugen zusammen Vielfalt.
So abgeschlossen sind die meisten
Subkulturen gar nicht, da sie sich ja im Normalfall nur über einen
Aspekt wie Musik, Sport, Politik oder Soziales definieren. In sich sind
diese Gruppen alles andere als homogen. Das Ganze hat zu 90 Prozent mit
Sympathie zu tun und nur zehn Prozent mit wirklicher Übereinstimmung.
Um ein Beispiel zu geben: Ein HipHopper und ein Grufti, die seit dem ersten
Schuljahr zusammen in der gleichen Klasse und befreundet sind, kommen
miteinander häufig besser klar als mit ihren jeweiligen "Szenekollegen".
Der wichtigste Grund dafür ist in unserer Verunsicherung über die potentielle Kundschaft zu sehen, zum anderen ist die Beschränktheit unserer Mittel für unser Verhalten ausschlaggebend. Wir bewegen uns in einem stetigen Spannungsfeld aus dem Möglichen und Machbaren und den Unwägbarkeiten des Lebens. Wer weiß mit Sicherheit, welcher Aufwand sich lohnt und was vergebliche Liebesmüh ist? Persönlich halte ich Internetwerbung und den Abdruck der Termine in Stadtmagazinen für ressourcenschonender und ziehe sie deshalb Plakaten, Flyern und Postern vor.
Diese Frage lässt sich
selbstverständlich nicht allgemeingültig beantworten. Jeder
hat andere Präferenzen. Auf jeden Fall sollte man zwischen Partys
und Konzerten unterscheiden. Bei Partys wünschen wir uns schon, dass
getanzt wird und das ab und zu mal jemand kommt, der fragt, was das denn
grad für ein tolles Stück ist. Allgemein ist es erwünscht,
dass sich durch unsere Veranstaltungen der (musikalische) Horizont unserer
Gäste erweitert.
Mitnichten. Der Unterschied ist aber, dass wir nicht kommerziell arbeiten. Natürlich kann niemand von uns große Summen zubuttern. Wir haben alle nicht viel Geld auch wenn unsere Bildungsniveau anderes vermuten ließe. Wir haben aber keine Lust, etwas zu machen, nur weil es gerade im Trend liegt und einen großen Gewinn verspricht. Wir denken, dass gute Sachen nicht nur ein, zwei Jahre, sondern lange Zeit darüber hinaus Bestand haben sollten.
Die Formulierung klingt sehr
nach Schlager und Volkstümlichen, insofern fühlen wir uns davon
nicht angesprochen. Ich weiß aber, was Du meinst. Es ist so: Wir
haben alle ziemlich klare persönliche musikalische Präferenzen
und das sind meist solche, die sich nicht massenkompatibel verwerten lassen.
Wenn Du schaust, welche Bands/Projekte bisher bei uns gespielt haben oder
auf der Website vorgestellt werden, dann wirst Du feststellen, dass die
meisten recht unbekannt sind. Insofern tun wir für die Nachwuchsförderung
sicher mehr als viele andere Veranstalter in Dresden. Wie hebt ihr Euch aus dem Angebot hervor? Zuallererst: Ob wir uns hervorheben, kann nur unsere Kundschaft einschätzen. Natürlich versuchen wir immer daran zu arbeiten, alles zu optimieren. Wir sind ein eingespieltes Team, das zum Teil in beängstigender Geschwindigkeit von einem Raum Besitz ergreift und alle anstehenden Aufgaben in kürzester Zeit löst. Aber dies ist nur möglich Dank zahlreicher Trainingseinheiten und dem unbedingten Willen aller Beteiligten, das Beste aus jeder gegebenen Situation zu machen. Ökonomischer oder physischer Zwang wäre hier kontraproduktiv. Vielleicht haben wir uns genau dadurch hervor: Wir sind Freunde und nicht Chef und Angestellte.
Die Fragen beantwortete disorder
|
|