Skrol - Dances And Marches For The Orphan Age
(CD, dagaz music)

Skrols Musik zu beschreiben ist alles andere als leicht. Die Prager Formation pflegt eine sehr eigenständige Mischung aus klassischen und industriellen Elementen mit einem gehörigen Schuss Gothic Horror. Der Sound, der direkt aus Fritz Langs Filmen zu stammen scheint, ist monumental, bombastisch, rituell. Vergleiche mit den Frühwerken auf Cold Meat Industry treffen nur bedingt, da die alten Schweden häufig die hier entwickelte Intensität vermissen ließen und lassen. Die typischen schrägen Orgelakkorde und die deklamierende Stimme Martina Sanollovas machen Skrol unverwechselbar. Ein anderer Grund dafür, dass man die Prager sofort erkennt, ist dass ihre Stücke sich nicht allzu stark entscheiden, wie verschiedene Sätze einer Orchesterwerkes. Obwohl einige Veränderungen zu den bereits Ende der 90er Jahre erschienen Veröffentlichungen zu erkennen sind. Diese manifestieren sich vor allem im wesentlich differenzierteren Gesang. Im hinteren Teil der Platte kommen auch musikalisch einige neue Elemente ins Spiel, bei "The Sign Reanimated" geht es mal untypisch chaotisch zur Sache. Insgesamt wieder ein recht schwerer Brocken, der aber bei allen freunden orchestraler Sounds Anklang finden sollte.

Titel:
1. Teorema 2. Absolution 3. Heights Of Despair 4. Cruciform 5. Eleison 6. Discordia Orta 7. IOB 03 8. The Sign Reanimated 9. Antifuga 74/148 10. Abysn

 

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